Wetterbedingte Trockenheit im Mai

Die seit Frühjahrsbeginn äußerst geringen Niederschläge führten zu extremer Bodentrockenheit. Im Mai war es zudem häufig sehr windig, was eine zusätzliche Austrocknung brachte. Besonders im Nordosten Berlins und Brandenburgs zeigt sich in diesem wie in den letzten Jahren ein anhaltendes Feuchtedefizit im Boden. Kommt es doch zu Niederschlägen, handelt es sich meist um Gewittergüsse, die nicht an Ort und Stelle in den Boden sickern, sondern oberflächlich abfließen. Das heißt für alle, die ihre Pflanzen gesund und vital erhalten wollen: intensiv wässern, also ordentlich ins Wassergeld zu „investieren“.

Nicht nur Welke ist zu befürchten, auch eine äußerst schlechte Nährstoffaufnahme trotz guter Düngung geht damit einher. Dieser Nährstoffmangel kann sich insbesondere bei Obst und Gemüse später in einer schlechten Fruchtqualität zeigen. So führt ein Mangel an Kalium und Kalzium bei Äpfeln zur sogenannten Stippigkeit. Bormangel an Birnen bewirkt Steinfrüchtigkeit und Kalziummangel an Tomaten führt zur Blütenendfäule. Es ist deshalb dringend geraten, jetzt und
in späteren trockenen Witterungsabschnitten ausreichend zusätzlich zu wässern.

Nicht täglich ein bisschen, sondern in größeren, der Witterung angepassten Zeitabständen gründlich (durchdringend) und bedarfsgerecht wässern!


Bei häufigen und kurzen Wässerungsvorgängen besteht die Gefahr, dass sich feine Faserwurzeln nur in einer geringen Tiefe bilden. Tritt dann eine Trockenphase ein, sterben diese relativ schnell ab und die Wasserversorgung der Pflanze bricht zu zusammen. Ein Welken und Vertrocknen der Pflanze ist
die Folge. Eine regelmäßige Bewässerung, besonders bei leichten Böden (sandige Böden), verursacht einen Nährstofftransport in tiefere Bodenschichten. Dies ist für eine kontinuierliche Nährstoffversorgung der Pflanzen wichtig. Zudem sind Gehölze unter Trockenstress besonders attraktiv für Borken- und Splintkäfer.

Quelle: Pflanzenschutzamt Berlin